Magicshine MJ 902 Fahrradlampe

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Heute möchte ich euch das Magicshine MJ-902 Frontlicht und das MJ-910 Rücklicht im Set vorstellen. Dabei handelt es sich um eine kompakte Fahrradleuchte mit ordentlicher Leistung und Fernbedienung.

 

Technische Daten (Herstellerangaben)

Magicshine MJ-902 Frontlicht
• MJ 902 Lampenkopf, 2000 LUMEN* (Theoretisch mögliche Lumen)
• 2 LED vom Typ CREE XM L2
• Laufzeit @ 100% ca. 3 h
• 3 Mode : 100% – 50% – 30% + Flash Mode
• Abmaße : L45 x W33 x H38 mm, Gewichtt 60 g, Wasserfest nach IP 64
• Aluminium Grundkörper mit schwarzem, stoßfestem Leichtbaugehäuse
• Asphärische Linse
• MJ 902 ohne StVZO – Zulassung

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Magicshine MJ 910 Rücklicht
• XPE – Einzel LED mit 20 LUMEN
• 300 m sichtbar
• Aluminum & Leichtbaugehäuse, ca. 15 g
• Minimaler Bauraum : L28 x W28 x H20 mm

Das Rücklicht hat etwa den Durchmesser eines Zwei Euro Stücks. magicshine review 035

Magicshine MJ 6096 Batterie Pack
• Power Batterie Pack mit 4 X 18650 LI ION Zellen, 5.2 Ah Kapazität
• Abmaße : L146 x W42 x H25 mm, Gewicht 236 g, Wasserfest nach IP 64
• Gummierte Anlagefläche zum Schutz des Rahmen
• Deutsches Ladegerät (8.4V, 1.8 A) mit Kontroll-LED

Das flach gebaute Akkupack beherbergt 4 x 18650 Zellen. Die Rückseite ist konturiert und sitzt dank der gummierten Fläche fest am Rahmen.

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Lieferumfang

– MJ-902 Frontlicht
– MJ-910 Rücklicht
– Funkfernbedienung
– 4 x 18650er Akkupack
– Ladegerät
– Englische Bedienungsanleitung
– 2 Klettbänder zur Akkumontage
– 3 Gummistrips zur Befestigung
– Y-Kabel mit Rundstecker

Andere Akkukombinationen sowie weiteres Zubehör wie zum Beispiel Helm- und Kopfhalterungen sind optional erhältlich.

 

Aufbau / Verabeitung

Die Verarbeitung im Allgemeinen ist tadellos. Der Grundkörper der Lampe ist aus Aluminium, die Verkleidung aus stoßfestem Kunsstoff. Alles ist sauber gearbeitet und macht einen zuverlässigen Eindruck. Die Befestigungsringe bleiben auch bei kalten Temperaturen geschmeidig und halten die Lampe zuverlässig auch auf holprigen Trails. Die Lampe samt Akku ist nach IP 64 spritzwassergeschützt. Eine Fahrt durch Regen ist somit problemlos möglich. Das wurde auch während der Testperiode geprüft.

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Große Kühlrippen sorgen für optimale Wärmeabfuhr.

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Bedienung

Bedient werden können sowohl Front- als auch die Rückleuchte über die mitgelieferte Funkfernbedienung oder an den Lampen selbst.

Die Frontleuchte startet mit einem kurzen Click immer in der maximalen Leuchtstufe. Mit jedem weiteren Click schaltet man eine Leuchtstufe weiter. Alternativ kann man durch Gedrückhalten für 0.5 Sekunden aus jeder Leuchtstufe heraus ausschalten.
Die normale Schaltreihenfolge ist dabei : Max – Mid – Low- Blinken – Aus. Darauf möchte ich später nochmal zurück kommen.

Das Rücklicht ist mit 20 Lumen bereits heller als die allermeisten handelsüblichen Rücklichter und verfügt ebenfalls über verschiedene Leucht- und Blinkmodi.
Die Reihenfolge ist hierbei:
Dauerlicht- Doppelflash – langsames Blinklicht – schnelles Blinklicht.

Mit dem oberen Taster lässt sich das Vorderlicht schalten, der untere Taster regelt das Rücklicht.

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Beamshots

Licht an, es flutet! Die kleine Lampe bringt ordentlich Licht auf den Trail. Es macht schon Spaß mit dieser Lampe durch den Wald zu brettern. Der Weg wird hell und gleichmässig ausgeleuchtet. Durch die Leistung von maximal 2000 Lumen ist trotz des flutigen Leuchtcharakters dennoch eine real nutzbare Reichweite von 60-70 Metern möglich. Die Lichtfarbe ist ein kaltes Weiß, aber ohne störende Blauanteile. Dennoch hätte ich mir gerade im Wald für eine natürlichere Sicht einen etwas wärmeren Farbton gewünscht, erleichtert es doch die Unterscheidung des Untergrundes. Was ich leider nicht abbilden konnte, war der Spill der nahezu im 170 Grad Winkel die Lampe verlässt. Das sorgt für eine gute Ausleuchtung schon direkt vor dem Vorderrad.

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High – Mid – Low image(2)

Im Vergleich mit einer Lupine Piko RX4 NW image(4)

Das Stauwehr ist ca. 55 Meter entfernt. Magicshine 1 115

High – Mid – Low image(3)

Das Rücklicht wirft einen gut sichtbaren, recht konzentrierten Spot auf die Straße, wenn auch deutlich homogener als ich es hier abbilden konnte. Die Sichtbarkeit von der Seite ist bis etwa 80 Grad von der Mittelachse gegeben.

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Messkurve / Laufzeit

Die Lampe verfügt über einen Überhitzungsschutz, der die Helligkeit bei geringer Kühlung herunter regelt. Die Helligkeit pendelt sich ohne Kühlung bei Raumtemperatur bei ca. 34 Prozent des Anfangswerts ein. Kommt jedoch Kühlung in Form von Fahrtwind hinzu (hier durch einen Ventilator simuliert), regelt die Lampe selbstständig wieder hoch. Das Ganze geschieht stufenlos und pendelt sich immer in Abhängigkeit der Temperatur in die höchstmögliche Leuchtstufe ein. Gut gemacht.

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Fällt die restliche Akkukapazität unter 30 Prozent, wird dies durch Leuchten des Hauptschalters an der Lampe selbst angezeigt. Diese Warnung sollte man auch ernst nehmen, denn nach einer gewissen Zeit in der die Helligkeit zuerst immer weiter nachlässt, schaltet die Lampe dann komplett ab.

Besonderheiten /Praxistest

Als ich das Fahrradlicht das erste Mal in Augenschein genommen habe, war ich erstaunt wie geradezu winzig es tatsächlich war. Dennoch ist die Lichtausbeute beachtlich. Am Lenker ist die Lampe aufgrund der geringen Baugröße unauffällig, auch der Akkupack schmiegt sich wenig auftragend an das Oberrohr.
Die Fernbedienung erhöht den Spieltrieb sehr und stellt einen echten Mehrwert beim Schalten dar, muss man so nicht mehr die Hände vom Lenker nehmen. Das kommt der Sicherheit zugute. Erfreulicherweise reagiert die Lampe direkt und ohne Verzögerung auf Schaltbefehle. Man erhält auch ein klares Feedback in Form eines knackigen Druckpunktes. Die Auflagefläche für den Daumen ist zudem angenehm groß. Mit Handschuhen ist die Bedienung zwar nicht mehr ganz so treffsicher, aber nach kurzer Eingewöhnungszeit war auch das kein Problem mehr.

Was mir jedoch während der Testfahrten weniger gefiel, war das User Interface, sprich die Bedienung. Rufen wir uns nochmal die Reihenfolge ins Gedächtnis (High – Mid – Low – Blinken – Aus). Zum einen bleibt mir der Nutzen einer Blinkfunktion in der Schaltreihenfolge am Vorderlicht verborgen. Zweitens muss man nach jedem Runterschalten alle Stufen inklusive „Aus“ durchschalten , um wieder in die höchste Stufe zu gelangen.
Praxisgerechter wären meiner Meinung nach nur drei Leuchstufen ohne Blinken und ohne Umweg über „Aus“.

Darf ich vorstellen? Meine Assistentin Annette :). Dank des geringen Gewichts der Lampe, ist diese am Helm kaum spürbar. Auch hier bleibt alles dort wo es soll.

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Fazit

Viel Licht, nur wenig Schatten. Mir gefällt das Set richtig gut. Hell, eine gute Ausleuchtung gepaart mit geringem Gewicht und kleiner Baugröße, dazu eine gute Verarbeitung. Eine echte Temperatursteuerung und Fernbedienbarkeit obendrauf.
Einzig die Schaltreihenfolge und die Lichtfarbe würde ich mir anders wünschen. Das ist jedoch Geschmackssache und stört einen Anderen womöglich überhaupt nicht.

Auch wenn meine Testberichte unabhängig sind und ich immer versuche mit einer möglichst hohen Objektivität zu testen, bin ich gesetzlich dazu verpflichtet diesen Artikel als Werbung zu kennzeichnen.