Nitecore NU20 Stirnlampe

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Heute möchte ich euch die Nitecore NU20 Stirnlampe vorstellen, welche mir freundlicherweise von Fulmatech zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank an Herrn Schmitz hierfür. Fulmatech bietet in seinem Onlineshop neben LED Taschen – und Stirnlampen, auch eine große Auswahl an Outdoorartikeln. Die Stirnlampe ist laut Nitecore extra für Trailrunner konzipiert. Na dann auf zum Training.

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Technische Daten (Herstellerangaben)

– Bis zu 360 Lumen
– 80 Meter Reichweite (1600 cd)
– Bis zu 100 h Laufzeit
– CREE XP-G2 S3 LED
– Strukturierter OP Reflektor
– Wiederaufladbarer LiIon Akku (600mAh)
– Modi: 4+2 (Ultralow, Mid, High, Turbo, Beacon, SOS)
– Länge 55.5 mm, Breite 33 mm
– Gewicht 47 g
– IPX 7 Wasserdicht

Die Nitecore NU20 ist in vielen verschiedenen Farben, aber auch mit einer High Cri LED (Nichia 219B) erhältlich, welche Farben natürlicher darstellt, allerdings bei etwas weniger Leistung. Ich habe für den Test die normale Version erhalten.

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Lieferumfang

Geliefert wird die Lampe in einer Blisterverpackung. Darin enthalten ist neben der Lampe selbst ein elastisches Stirnband, ein Micro USB Ladekabel sowie eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache.

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Aufbau / Verarbeitung

Die Lampe selbst ist dank ihres Kunststoffgehäuses sehr leicht und lässt sich auch über einen längeren Zeitraum sehr gut tragen, woran auch das elastische und sehr angenehme Stirnband seinen Teil dazu beiträgt. Die XP-G2 LED sitzt gut zentriert in einem leicht strukturiertem Reflektor. Der Micro USB Ladeport wird mit einer Gummidichtung verschlossen, womit ein Tragen im Regen kein Problem darstellt. Der Schalter, welcher eine LED für die Ladestandsanzeige beherbergt, sitzt für Rechtshänder ungewohnt auf der linken Seite des Gehäuses. Allerdings ist die Lampe so kompakt dass selbiger dennoch leicht mit der rechten Hand erreichbar ist, ohne sich selbst durch die eigene Hand zu blenden. Ein versehentliches selbstständiges Einschalten (zum Beispiel im Rucksack) wird in eingeklapptem Zustand wirkungsvoll durch eine starre Abdeckung verhindert. Die Verabeitung ist tadellos.

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Der Einstellwinkel der Lampe lässt sich in 5 Rasterpositionen einstellen, wobei die Rasterung bislang einen recht robusten Eindruck macht.

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Gewichtsersparnis in jedem Detail. NU20 026

 

Bedienung

Bedient wird die Lampe über einen einzigen Taster. Mit einem kurzem Tastendruck wird die Lampe eingeschaltet, drückt man den Taster innerhalb 3 Sekunden wiederholt, wechselt man die Leuchtstufen in der Reihenfolge Ultralow, Mid und High. Drück man den Taster nach diesen 3 Sekunden kurz, schaltet sich die Lampe aus. Gestartet wir übrigens immer im Ultralow Modus.

Den Turbomodus erreicht man nur bei eingeschaltener Lampe, und zwar wenn man den Taster länger als 1 Sekunde betätigt.

Alternativ bietet die Lampe auch einen SOS – sowie eine Beacon Modus (kurzes Blinken in Intervallen um den Standort anzuzeigen). Diese werden durch langes Drücken (>3 Sekunden) des Tasters bei ausgeschaltener Lampe erreicht.

Zu guter Letzt ist eine Akkustandsanzeige integriert, welche sich durch Betätigen des Tasters (>1 Sekunde) in ausgeschaltenem Zustand erreichen lässt. Der Taster blinkt dann in Abhängigkeit der Restladung des Akkus mehrmals Rot.

3 x Blinken: mehr als 50 Prozent Akkuladung
2 x Blinken: weniger als 50 Prozent Akkuladung
1 x Blinken: weniger als 10 Prozent Akkuladung

Steckt man ein Micro USB Kabel in den Ladeport, beginnt der Ladevorgang mit bis zu 600 mA (anfangs, mit steigender Akkuspannung fallend) automatisch. Der Ladevorgang dauert bei völliger Entleerung des Akkus etwa zwei Stunden. Während des Ladens leuchtet der Taster dauerhaft rot, nach Beendigung wechselt die Anzeige auf Grün. Interessanterweise ist die Lampe auch während dem Ladevorgang vollumfänglich einsatzbereit. Hier tun sich interessante Möglichkeiten auf, zum Beispiel die Laufzeitverlängerung per Powerbank.

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Beamshots

Bei Stirnlampen bin ich eher ein Freund von sehr gleichmäßigem und flächigem Abstrahlverhalten, ist es doch in vielen Einsatzbereichen praktischer. Beim Laufen / Joggen erst recht. Die NU20 geht hier einen anderen Weg, sie bietet einen engen Spot der für Reichweite sorgt. Sicherlich gibt es auch dafür Anwendungen, und der Ein oder Andere wird das in dieser Form sogar wollen. Wem das jedoch nicht so gut gefällt, findet mit Diffusorfolien Möglichkeiten das Abstrahlverhalten zu modifizieren.

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High, 220 Lumen NU20 066



Messkurve / Laufzeit

Der Hersteller gibt die Laufzeiten wie folgt an:
Turbo 360 Lumen / 30 min
High 220 Lumen / 6 h
Mid 40 Lumen / 7h 45min
Ultralow 1 Lumen / 100 h

Turbo und High sind hier als errechnete Werte zu verstehen, da Turbo bereits nach 30 Sekunden auf 220 Lumen herunter regelt um eine Überhitzung zu vermeiden. Die Stufe mit 220 Lumen sinkt analog zur Akkuspannung in der Helligkeit. Die Laufzeit von 6 Stunden werden hier nur erreicht wenn die Lampe so lange leuchtet, bis sie lediglich noch glimmt. Hier würde ich mir ehrliche Laufzeitdiagramme vom Hersteller wünschen.

Alle Messungen wurden mit nicht geeichtem Hobbyequipment durchgeführt und sind daher nicht verbindlich.

31.01.2017_Nitecore NU20



Praxistest

Die Lampe ist sehr klein und leicht, was ihr ein geringes Packmaß beschert. Wenn das die Anforderungen sind, gepaart mit kurzzeitig recht viel Licht, ist die Nitecore NU20 in ihrem Element. Aber die geringe Größe ist Stärke und Schwäche der Lampe zugleich. Denn einerseits verschwindet die Lampe problemlos im kleinsten Fach, was auf Rucksacktouren von Vorteil ist, andererseits sind die Möglichkeiten des Akkus somit recht begrenzt. Die untere Stufe eignet sich gut um Karten zu lesen, Mid ist fürs Wandern absolut ausreichend. Hier steht dann auch eine lange Laufzeit zur Verfügung.



Fazit

Für Trailrunner gemacht… Gut, das ist in erster Linie ein Werbeslogan des Herstellers auf den man nicht unbedingt so viel geben darf. Denn als Stirnlampe für Läufer, egal ob Trail oder auf Asphalt, sehe ich die NU20 überhaupt nicht. Vielmehr sehe ich ihr Einsatzgebiet beim Campen, Wandern, Notfalllampe im Auto, Haus und Hof etc. Hier kann sie, wenn man ihr spotiges Abstrahlverhalten mag, anhand der einfachen Bedienung und nicht zuletzt eines schmalen Preises punkten. Wer gerne ein etwas gleichmäßigeres Abstrahlverhalten bevorzugt, kann sich mit einer einfachen Modifikation per Diffusorfolie selbst behelfen.
Allerdings sollten die tatsächlichen Laufzeiten der unterschiedlichen Modi besser ersichtlich sein.

Auch wenn meine Testberichte unabhängig sind und ich immer versuche mit einer möglichst hohen Objektivität zu testen, bin ich gesetzlich dazu verpflichtet diesen Artikel als Werbung zu kennzeichnen.