Olight H2R Nova Stirnlampe

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Nachdem die letzten beiden Reviews Taschenlampen zum Thema hatten, bin ich froh dieses Mal wieder meiner eigentlichen Passion nachgehen zu können: Stirnlampen zum Laufen. Und dann gleich ein richtiger Kracher. Heute habe ich also die Olight H2R Nova auf dem Prüfstand. Mit einer Leistung von kurzzeitig bis zu 2300 Lumen, einem integrierten Akku sowie einem Magnetladekabel ein Rundum-Sorglos-Paket? Auf zum Test.

Die H2R Nova wurde mir von Olight zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür!

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Technische Daten / Herstellerangaben

Leuchtweite: (m) 153
Max. Lumen: 2300
Ladetyp: Magnetisches USB Ladekabel
Stromversorgung: 18650 LiIon Akku
Lichtintensität: (Candela) 5850
Lichtform: Breiter Hotspot, perfekt geeignet für Nahbeleuchtung
Linsen-/ Reflektortyp: TIR Linse mit Glasperlenstruktur

Wasserdicht: IPX8
Gewicht: (g) 64
Länge: (mm) 110
Kopfdurchmesser: (mm) 25
Körperdurchmesser: (mm) 23.2
LED: Cree XHP50

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Lieferumfang

Olight H2R NOVA, Kopfband mit Silikonhalter, Pocket Clip, Bedienungsanleitung, magnetisches Ladekabel, 18650 3000mAh Spezial Lithium Ionen Akku, Klebepad (Ersatz für Magneten).

 

Aufbau / Verarbeitung

Ganz oben am Lampenkopf sitzt der flach verbaute, gummierte Taster eingefasst in einem blauen Metallring. Die Cree XHP50 LED sitzt hinter einer TIR Linse (Total Internal Reflection) mit Wabenstruktur, welche das Licht breit und homogen streut. Auch die TIR Linse ist mit dem Olight typischen blauen Ring eingefasst. Auf der Rückseite des Lampenkopfes sind angedeutete Kühlrippen angefräst. Die komplett aus Aluminium gefertigte Lampe verfügt am Batterierohr über eine Rändelung welche besseren Grip verleiht, ebenso die Tailcap. Die Tailcap hat einen recht kräftigen Magneten verbaut, welcher nicht entnehmbar ist. Auch die Ladekontakte sind hier zu finden. Weiter als in zwei Teile lässt sich die Lampe nicht zerlegen. Durch die spezielle Bauform des abnehmbaren Clips lässt sich die Lampe sowohl mit Kopf nach oben als auch nach unten tragen. Alle Arbeiten wurden sauber ausgeführt, die Schriften sind ordentlich gelasert. Die Lampe wirkt sehr hochwertig und robust.

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Das Kopfband

Das elastische und gut einstellbare Kopfband verfügt über reflektierende Aufdrucke an der Seite um die Sichtbarkeit zu erhöhen. Die Lampenhalterung ist abseits der üblichen Befestigung mit einem Magneten ausgestattet. Dies hält die Lampe zwar in Position, zusätzlich sollte sie dennoch mit dem flexiblen Gummiriemen gesichert werden. Damit ist die Lampe dann absolut sicher im Sitz und lässt sich dennoch komfortabel in der Neigung verstellen. Der Magnet im Inneren ist entfernbar. Auch wenn es nur ein paar Gramm sind, werden empfindliche Gemüter das positiv im Tragekomfort bemerken.

Akku und Ladekabel

Der Akku in der typischen 18650er Bauform mit 3000mAh Kapazität hat um die Ladefunktion zu ermöglichen auf der Oberseite sowohl den Plus- als auch den Minuskontakt. Auf der Unterseite ist der Minuskontakt nochmals zu finden. Daher kann der Akku nicht in einem normalen LiIon Ladegerät geladen werden, sondern ausschließlich in der Lampe. Der Ladestrom beträgt abhängig vom Ladestand des Akkus bis zu 0,75A. Die Ladeschlussspannung liegt mit 4,24V zwar innerhalb der Spezifikationen von 4,2V + max 0,05V , etwas weniger dürfte dem Akku aber eine längere Lebensdauer bescheren.

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Das Ladekabel hält ebenfalls durch einen Magneten an der Lampe und ist der flexiblen Sorte zuzurechnen. Über den Ladevorgang gibt eine rote LED Auskunft. Selbige wird nach Beendigung des Ladevorgangs grün. Im Übrigen passiert auch nichts wenn der Magnetladestecker mit anderen Metallteilen oder einem zweiten Ladestecker in Berührung kommt. Sie haften zusammen, ein Kurzschluss ist jedoch nicht möglich.

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Bedienung

Das User Interface, kurz UI, also die Bedienung der Lampe ist vergleichsweise simpel, stellt aber alle nötigen Funktionen zur Verfügung: Ingesamt stehen fünf Leuchstufen sowie SOS zur Verfügung.

-Firefly, Low, Mid, High, Turbo-

Mit einem kurzen Click gelangt man in den zuletzt gewählten Modus, es sei denn zuletzt war Turbo angewählt und länger als zehn Minuten nicht aktiv. In diesem Fall ist automatisch Mid aktiviert. Die drei Midstufen lassen sich durch Gedrückthalten des Tasters in angeschaltenem Zustand durchschalten und anwählen. Per Doppelclick gelangt man in den Turbomodus, unabhängig davon ob die Lampe an oder aus war. Ist die Lampe aus, lässt sich per Gedrückthalten des Tasters der Firefly Modus aktivieren. Ist die Lampe an, lässt sich per Doppelclick zwischen Turbo und der zuletzt angewählten Leuchstufe hin und her wechseln.

Der flach verbaute Taster ist auf diese Weise geschützt vor versehentlichem Einschalten.

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Beamshots

Die H2R liefert dank ihrer TIR Linse  ein gleichmäßiges Flutlicht, geradezu optimal für den Laufsport. Erhältlich ist die Lampe sowohl in Cool White als auch in Neutral White. Ich habe hier beide Varianten zum Vergleich heran gezogen, was besonders weiter unten bei den Outdoor Beamshots interessant ist.

Whitewallshots

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Die Lampen sind hier nur sehr nah an der Wand. Mit etwas Abstand ist der Spot nicht mehr zu sehen.

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Outdoor

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Messkurve / Laufzeit

Alle Messungen wurden mit nicht geeichtem Hobbyequipment durchgeführt und sind daher nicht verbindlich. Ich habe zwei Laufzeitgraphen erstellt um die Temperaturregelung zu testen. Beim ersten Graphen lief die Lampe auf der höchsten Stufe ungekühlt. Nach kurzer Zeit regelt sie herunter um eine Überhitzung zu vermeiden. Nach knapp vier Minuten geschah etwas Unerwartetes. Sie regelte schlagartig wieder auf die volle Helligkeit hoch um dann wieder wie zu Anfang herunter zu regeln.

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Hier lief die Lampe zur besseren Kühlung in einem Wasserglas stehend ebenfalls auf der höchsten Stufe und zeigt ein gänzlich anderes Verhalten. Sinkt die Akkuspannung, stehen analog dazu nacheinander nicht mehr alle Leuchtstufen zur Verfügung. Ab einem gewissen Schwellenwert steht nur noch High zur Verfügung, dann nur noch Mid und schließlich nur noch Low. Eine Endabschaltung zeigte sich bis 2,7V nicht.

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Bilder

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Aufgrund des Regens kann das Training schon mal nicht ausfallen. Die Lampe leuchtet auch unter Wasser.

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Praxistest

Tragegefühl

In der Halterung ist ein Magnet verbaut welche die Lampe auch ohne die Gummilasche fixiert. Aufgrund dieser Tatsache liegt die H2R nicht ganz so nah am Kopf wie es möglich wäre (ca +5mm). Auch das etwas höhere Gewicht durch den Magnet merkt man. Im direkten Vergleich wenn der Magnet entfernt wird, fällt der Unterschied zwar fühlbar aus, allerding ist es nicht so dass die H2R Nova wippen würde oder unbequem zu tragen wäre. Bereits nach wenigen Kilometern fühlt sie sich genauso an wie ich es kenne und gewohnt bin. Die Gummilasche sollte immer zusätzlich verwendet werden. Ich traue dem Magneten nicht zu die Lampe auch bei vorsichtiger Nutzung dauerhaft zu halten. Ich persönlich finde den Tragekomfort besser wenn der Magnet entfernt und durch den mitgelieferten Pad ersetzt wird.

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Ausleuchtung

Die Olight H2R macht aufgrund ihrer TIR Linse ein sehr gleichmäßiges, flächiges Licht. Optimal also zum Laufen. Bei Bedarf hat man zumindest kurzzeitig durch die Leistung von 2300 Lumen gut 60 Meter nutzbare Reichweite. Die Lichtfarbe der mir vorliegenden Exemplare gefallen mir beide sehr gut, wobei ich persönlich die natürlichere Farbwiedergabe der Neutral White Variante bevorzuge.

Bedienung

Das UI ist relativ simpel, dennoch stehen alle wichtigen Funktionen zur Verfügung: Start auf Low sowie Turbo und den Modus der zuletzt aktiv war (Turbo ausgenommen). Genau diese Einfachheit macht die H2R eben so praktisch.
Ich bin bei Winkelstirnlampen eigentlich kein Freund davon, wenn der Taster ganz oben angebracht ist. Das macht die Bedienung wenn sie auf dem Kopf getragen wird, schwieriger als wenn der Taster seitlich sitzt. Aufgrund der charakteristischen Form des Kopfes der H2R hat man jedoch genug Halt mit dem Zeigefinger um nur mit zwei Fingern zu schalten. Bei vielen Lampen sind dazu beide Hände notwendig oder das Übergreifen. Die Haptik und Funktionalität der Olight gefällt mir.

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Fazit

Die Olight H2R Nova ist in meinen Augen momentan eine der am besten zum Laufen und Joggen geeignete Stirnlampe überhaupt: Extrem Leistungstark, kompakt, ausdauernd und robust. Zusammen mit der Ladefunktion, dem mitgelieferten Akku und der innovativen Halterung tatsächlich ein Rundum-Sorglos-Paket. Zudem ist die Bedienung geradezu ideal für den anvisierten Verwendungszweck, leicht zu handhaben aber alle wichtigen Stufen per Direktzugriff erreichbar. Ich würde mir höchstens eine etwas niedrigere Ladeschlußspannung wünschen. Und wer wissen möchte wie sich die Olight H2R mit der Konkurrenz schlägt, darf gerne hier weiter lesen.

Auch wenn meine Testberichte unabhängig sind und ich immer versuche mit einer möglichst hohen Objektivität zu testen, bin ich gesetzlich dazu verpflichtet diesen Artikel als Werbung zu kennzeichnen.